Was ist Lichttherapie?

Bei der Lichttherapie wird künstliches Licht eingesetzt, um Menschen mit saisonabhängiger Depression zu helfen. Darüber hinaus kann die Behandlungsform auch bei anderen Erkrankungen genutzt werden, zum Beispiel bei Schlafstörungen.

Spezielle Lampen (sogenannte Lichtboxen) erzeugen helles, UV-gefiltertes Licht. Patienten halten sich mit offenen Augen neben einer Lichtbox auf, sie sollten allerdings nicht konzentriert ins Licht starren – im Gegenteil. Idealerweise wirkt die Lichtbox aus dem Augenwinkel und man  blickt ungefähr jede Minute kurz in die Lichtquelle. Wie lange die Lichtbox eingeschaltet bleibt, hängt von mehreren Faktoren ab. Bei einer sehr hellen Lichtbox und relativ viel natürlichem Licht können 15 Minuten am Tag ausreichend sein. In dunklen Wintermonaten können auch eineinhalb Stunden oder mehr nötig sein. Die Behandlung sollte in den Tagesablauf integriert werden. „Man kann zum Beispiel währenddessen frühstücken, lesen oder am Schreibtisch sitzen und arbeiten“, sagt Siegfried Kasper, Leiter der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Wien.

Die Lichttherapie ist wissenschaftlich anerkannt und wird mittlerweile vergleichsweise häufig angewandt. Nebenwirkungen wie unter anderem Kopfschmerzen, Augenschmerzen und Reizbarkeit sind zwar selten, Siegfried Kasper rät aber dazu, einen Facharzt für Psychiatrie oder jedenfalls den Hausarzt aufzusuchen, bevor man eine Lichtbox verwendet.

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2012 erschienen im „Universum Magazin.“

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