Die Google-Fellows kommen

Standard, Presse und Kurier lassen sich von innovativen Journalisten und Entwicklern unterstützen

Link zum Artikel. Datenjournalismus steht hoch im Kurs – diesen Eindruck hat man einmal mehr, wenn man sich die Kurzbeschreibungen der Medienorganisationen ansieht, die am „Google News Lab Fellowship“-Programm teilnehmen. Seit September arbeiten 16 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zwei Monate lang mit „Studenten, Absolventen und Young Professionals“ zusammen, „die eine Begeisterung für Datenjournalismus haben und gerne neue Storytelling-Formen ausprobieren“, heißt es auf der Info- Seite von Google. Mit dabei sind unter anderem Spiegel Online, Zeit Online und Frankfurter Allgemeine Zeitung. AusÖsterreich nehmen Die Presse, Der Standard und der Kurier teil.

Chance für Experimente. Bei der Presse sucht man einen Datenredakteur, der bestehende Inhalte auf diepresse.com mit Datenvisualisierungen anreichert und Datenstorys erstellt. „Wir erwarten uns, dass wir Dinge ausprobieren können, für die uns im Moment Zeit und Ressourcen fehlen“, sagt Manuel Reinartz, Chefredakteur von diepresse.com. Ideen gäbe es schon jetzt viele. „Aber man darf dabei nie vergessen: Das Ganze muss auch umgesetzt werden.“ Das Google Fellowship helfe nun dabei und biete außerdem die Möglichkeit, mehr zu experimentieren.

Qualifiziertes Personal. Kurz und knapp ist die „Job-Beschreibung“ von Kurier.at: „Wir suchen Entwickler und Redakteure, die gemeinsam mit unserem Team an neuen Erzählformaten und Visualisierungsformen quer über alle Plattformen arbeiten.“ Kurier.at-Geschäftsführer Martin Gaiger sieht in Google-Fellowship vorallem eine Chance,“ qualifiziertes Personal“ zu finden: „Wir suchen an allen Ecken und Enden und glauben, dass Google ein guter Hebel ist, um ein neues Publikum anzusprechen“, sagt Gaiger. Von einem Journalisten erwarte er sich heute, dass dieser im Idealfall multimedial arbeiten und auch mit HTML, CSS und Javascript umgehen kann.

Video-Tool. Beim Standard sucht man nach einem Entwickler, der anautomatisierten Prozessen für die einfache In-House-Erstellung von Bewegtbild arbeiten wird. „Dabei soll auf vorhandenen Content (Text, Fotos, Videos, Musik, Audio) zurückgegriffen werden können, mit der Möglichkeit, die einzelnen Bausteine des Videos zu ersetzen/verändern“, heißt es in der Beschreibung. „Ziel ist, damit mehr Videocontent zu produzieren, der auch für Social Media verwendet werden kann“, erklärt Rainer Schüller, stellvertretender Chefredakteur des Standard. „Zusätzlich wären wir auch an Livestreaming für Events und mobiles Reporting interessiert“, so Schüller weiter. Die Google-Fellows erhalten ein Stipendium von bis zu 8.200 Euro. Mit der Digital News Initiative fördert Google bereits zahlreiche europäische Projekte. Von den insgesamt über 27 Millionen Euro fließen knapp 260.000 Euro nach Österreich. 208.000 Euro bekommt der „De-Escalation-Bot“, ein Projekt von der Standard.at und dem Austrian Research Institute for Artifical Intelligence. Der De-Escalation-Bot soll mittels künstlicher Intelligenz beim Moderieren von Foren helfen. Außerdem wird mit News Genie ein Projekt von George Nimeh unterstützt. Die Plattform soll Bloggern beim Vermarkten und Monetarisieren von Inhalten helfen.


2016 erschienen im Medien Manager.

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