„Da ist keine Magie in der Maschine“

Reinhard Karger vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz über KI-Hype und -Hoffnung, über Superintelligenz und Siri

Link zum Artikel.Warum gibt es gerade jetzt so einen Hype um Künstliche Intelligenz (KI)?

Das hat mehrere Gründe. Es ist zum Beispiel so, dass man für maschinelle Lernverfahren sehr viele digitalisierte Trainingsdaten braucht – das hat das World Wide Web enorm vereinfacht. Und Unternehmen wie Google, Facebook und Yahoo! haben erkannt, dass man mit den richtigen Algorithmen offensichtlich sehr viel Geld verdienen kann. Außerdem kann man neuronale Netze heute effizient in Echtzeit verarbeiten. Es kommen also mehrere Faktoren zusammen: eine reifere wissenschaftliche Erkenntnis, deutlich mehr und bessere Trainingsdaten und bessere wirtschaftliche Aussichten.

Anfang der 90er-Jahre haben Sie sich intensiv mit Spracherkennung auseinandergesetzt. Was halten Sie heute von Tools wie Siri?

Ich bin wirklich beeindruckt von Siri im Kontext der Spracherkennung als Anwendung eines Diktiersystems (…)

Und darüber hinaus?

Als Dialog-Assistent überzeugt mich Siri weniger. Der Dialog ergibt sich nicht einfach, sondern man muss überlegen, was und wie man eine Frage stellen kann. Hier fehlt es an Alltagsintelligenz und Weltwissen. Siri ist ein gutes Beispiel dafür, was KI-Anwendungen im Alltag bereits leisten können – und wo derzeit ihre Grenzen liegen (…)


2016 erschienen im bestseller.

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